Klinikrettung konkret

Die Aktionsgruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern" fordert nicht nur politische Maßnahmen zur Stärkung der Krankenhäuser, sie kämpfen auch für den Erhalt konkret gefährdeter Krankenhäuser:

 

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Pressemitteilung Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern
Krankenhausdefizite 2021 belegen Notwendigkeit eines neuen Vergütungssystems
Himmelkron, 27.12.2021
2021_12_27 Pressemitteilung - Krankenhau
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Krankenhaus Ebern

Aufgrund von Beschlüssen des Aufsichtsrats der Haßberge Kliniken und des Kreistags des Landkreises Haßberge droht eine Teilschließung des Krankenhauses Ebern.

 

Mitarbeiterinnen des Kreiskrankenhauses in Ebern bangen um die Zukunft ihres Standortes. Bürger müssen - je nach Erkrankung - mit signifikant längeren Anfahrzeiten zum nächstgelegen Krankenhaus rechnen.  

 

 

Die Aktionsgruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern" hat hierzu zwei offene Schreiben an Landrat Wilhelm Schneider zur Zukunft des Krankenhauses Ebern verfasst.

 

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Offenes Schreiben an Landrat Wilhelm Schneider
Sorge um die Zukunft des Krankenhauses Ebern
2021_05_19_Zukunft des Krankenhauses Ebe
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Zweites offenes Schreiben an Landrat Wilhelm Schneider
2021_06_30_Zukunft des Krankenhauses Ebe
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Zunftskonzept der Verwaltungsrats mit vielen offenen Fragestellungen

 

Das Zukunftskonzept des Verwaltungsrats der Haßberge Kliniken lässt viele Fragen offen.

 

Quelle: file:///F:/Dokumente/Off_word/Krankenhaus/B%C3%BCndnis/Bayern/Ebern/Mitteilungsblatt%20Ebern.pdf, S. 7-8

 

Die Kritikpunkte können Sie im Download nachfolgend lesen:

 

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Kommentar Zukunftskonzept Krankenhaus Ebern
Klaus Emmerich
Kommentar Zukunftskonzept Krankenhaus Eb
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Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“, Bündnispartner des bundesweiten Bündnis Klinikrettung, versteht sich als Anwalt für wohnortnahe bayerische Krankenhäuser. *1). Sie betrachtet mit Sorge die in der Neuen Presse  veröffentlichte Entscheidung des Trägers, das Leistungsangebot des Krankenhauses Ebern mit den Bereichen OP-Abteilung, Anästhesie, Chirurgische Station, Zentrale Patientenaufnahme, Labor sowie Röntgen signifikant zu verringern.  

 

Krankenhäuser gehören zur Daseinsvorsorge. Ihr Betrieb sollte sich nach dem Bedarf richten und nicht von der Wirtschaftlichkeit abhängen. Das Krankenhaus Ebern deckt als Allgemeinkrankenhaus exakt diejenigen Fachbereiche ab, die seit Mitte 2018 Mindestvoraussetzung für eine Notfallversorgung sind: Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie. Sie sind von unschätzbarer Bedeutung für die Bevölkerung.

 

Mit der Entscheidung, die OP-Abteilung, die Anästhesie, die Chirurgische Station, die Zentrale Patientenaufnahme, das Labor sowie Röntgen aufzugeben, entfällt teilweise die Möglichkeit einer Erstversorgung der PatientInnen, insbesondere bei Unfällen und eskalierendem Krankheitsverlauf. Aufgrund steigender Strukturanforderungen ist absehbar, dass der Betrieb von Krankenhäusern mit verringertem Leistungsangebot, insbesondere ohne chirurgisches Angebot, mittelfristig nicht mehr zulässig ist. Die gestufte Notfallversorgung, gültig seit 01.07.2018, ist ein erster Schritt in eine gestufte Versorgung der Allgemeinkrankenhäuser insgesamt. *2) Die vom Landkreis Haßberge angestrebte Kombination aus Altersmedizin inklusive Palliativmedizin, Kurzzeit- und Übergangspflege wird den aktuell geforderten Notfallstrukturen nicht gerecht. Namhafte Gesundheitsberater von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beabsichtigen, ähnliche Vorgaben als Grundvoraussetzung für den Betrieb eines Krankenhauses zu entwickeln. Krankenhäusern, die diese Vorgaben nicht erfüllen, könnte die Betriebserlaubnis entzogen werden. *3)

 

Mittelfristig droht ein „Aus“ des Standorts Ebern als akutstationäres Krankenhaus, sollte das Leistungsspektrum entsprechend gekürzt werden. Dies zeigt eindrucksvoll die Kliniklandschaft in der Gegend östlich von Nürnberg bis zu tschechischen Grenze mit 10 geschlossenen Krankenhäusern seit 2002: 

 

Nahezu in allen Krankenhäusern begann der Schließungsprozess mit der Aufgabe der chirurgischen Fachabteilung. 

 

Der GKV-Kliniksimulator, ein vom Bundesgesundheitsministerium, von Krankenkassen und auch von Klinikträgern anerkanntes Simulationstool belegt: Eine mittelfristiges "Aus" des Krankenhauses Ebern würde dazu führen, dass 8.000 Bürger mehr als 30 Minuten benötigen, um ein Krankenhaus zu erreichen. 

 

Das hat mit Daseinsvorsorge für die anvertrauten Bürger nichts zu tun. Das ist – insbesondere für eskalierende Krankheitsverläufe – absolut inakzeptabel. Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ fordert den Landkreis Haßberge deshalb auf, die Entscheidung zur Konzentration der medizinischen Leistungen am Standort Haßfurt und Ausdünnung in Ebern zu revidieren. 

 

Die anschließende Entwicklung waren sinkende Patientenzahlen, Ärzteflucht, ungeplante oder vorgezogene Klinikschließungen.

 

*1) Homepage der Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“: https://schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com/

*2) Gestufte Notfallversorgung: https://www.g-ba.de/downloads/17-98-4894/2019-08-28_G-BA_Grafik_Notfallstrukturen_Hochformat_web.pdf 

 

*3) Zum Einfluss der Gesundheitsberater auf Krankenhausentscheidungen des Bundesgesundheitsministeroums vgl: https://stopptgesundheitsberater.jimdofree.com/lobby-einflussnahme/

 

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GKV-Kliniksimulator
Quelle: https://gkv-kliniksimulator.de/
GKV-Kliniksimulator Ebern.pdf
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Petition

 

zur Petition

 

Pressebericht

 

Wichtige Nachricht für Ebern!

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

wie Sie sicherlich aus der Presse entnommen haben, ist für die Haßberge Kliniken eine neue Situation entstanden:

 

"Jetzt haben die Haßberg-Kliniken nicht nur ein Standort-, sondern auch ein Führungsproblem. Die Vorstandsvorsitzende der Haßberg-Kliniken, Vera Antonia Büchner, wird das Unternehmen verlassen. Das bestätigt die Pressestelle am Landratsamt und spricht von persönlichen Gründen."

 

Quellen:

 

https://www.fraenkischertag.de/lokales/hassberge/gesundheit/klinik-chefin-vera-antonia-buechner-geht-art-52982

https://www.np-coburg.de/inhalt.hassfurt-buechner-verlaesst-hassberg-kliniken.940733fe-456f-472b-9509-a3c2c841a903.html

 

Es ist unklar, welche Folgen dies auf die bis zum Jahresende beabsichtigte Teilschließung des Krankenhauses Ebern hat, weil die Umsetzung in der Verantwortung des Vorstands liegt. Für eine Nachbesetzung in herausragender Position ist in der Regel aufgrund längerer Kündigungsfristen eine Zeit von 6 Monaten und mehr anzusetzen. 

 

Setzen Sie ihre Unterstützung unbedingt weiter fort:

 

- Werben Sie per Social Media für diese Petition: https://weact.campact.de/petitions/keine-teilschliessung-der-hassberge-klinik-ebern

 

- Weisen Sie bitte auf die alternative Möglichkeit einer Unterschrift im Postkartenformat hin. Unterschriften liegen in Ebern in Geschäften, Märkten, Praxen und Gaststätten aus: https://www.fraenkischertag.de/lokales/hassberge/gesundheit/unterschriften-zur-rettung-der-klinik-art-52624

 

Ebern soll es nicht wie Hofheim ergehen!

 

 

Vielen Dank für ihre Unterstützung1

 

 

Diskutieren Sie über die geplante Teilschließung des Krankenhauses Ebern, und wie man die verhindern kann:

 

Der Link nach Facebook

 

 

Pressebericht zur Petition: Keine Teilschließung der Haßberge Klinik Ebern

 

 

Der Pressebericht (Main-post):

 

Online-Petition für den Erhalt des Krankenhauses Ebern

 

Die Initiatoren setzen sich gegen die Schließung von Chirurgie & Co. zu Wehr.  Denn sie gehen davon aus, dass die Umstrukturierung mittelfristig fatale Konsequenzen hätte.

 

"Keine Teilschließung der Haßberge Klinik Ebern": Das ist der Titel einer Petition im Internet, die am 1. Juni online gegangen ist. Gerichtet ist die Petition an Landrat Wilhelm Schneider, der Vorsitzender des Verwaltungsrates der Haßberg-Kliniken ist, an das Gremium selbst und an den Kreistag Haßberge. 

 

Petition läuft auf "WeAct"

Die Petition läuft auf "WeAct", der Petitionsplattform von Campact. Dahinter verbirgt sich ein Verein, der Online-Kampagnen organisiert und sich als große Bürgerbewegung unter anderem in Sinne von mehr direkter Demokratie versteht.

 

Gestartet hat die Petition für das Krankenhaus Ebern der ehemalige Sulzbach-Rosenberger Klinikvorstand Klaus Emmerich für die Aktionsgruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern", unterstützt dabei wird er vom Pfarrweisacher Gemeinderat Klaus Dünisch und dem Eberner Bürger Klaus Junge.

 

Für die Initiatoren und Unterstützer der Petition bedeutet das nichts anderes als das mittelfristige Aus des Standortes. Denn das Krankenhaus Ebern decke als Allgemeinkrankenhaus exakt diejenigen Fachbereiche ab, die seit Mitte 2018 Mindestvoraussetzung für eine Notfallversorgung seien, nämlich Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie. 

 

Ist der Klinikbetrieb schon bald nicht mehr zulässig?

"Mit der Entscheidung, die OP-Abteilung, die Anästhesie, die Chirurgische Station, die Zentrale Patientenaufnahme, das Labor sowie Röntgen aufzugeben, entfällt teilweise die Möglichkeit einer Erstversorgung der PatientInnen, insbesondere bei Unfällen und eskalierendem Krankheitsverlauf", heißt es in der Petitionsbegründung: Aufgrund steigender Strukturanforderungen sei jedoch absehbar, dass der Betrieb von Krankenhäusern mit verringertem Leistungsangebot, insbesondere ohne chirurgisches Angebot, "mittelfristig nicht mehr zulässig ist".

 

Fällt mit der Chirurgie eine wichtige Einnahmequelle weg?

 

In einer Pressemitteilung vom Donnerstag argumentieren die Petenten zudem unter anderem damit, dass mit dem Ende der chirurgischen Station das Krankenhaus Ebern einen beträchtlichen Teil seiner Patienten und damit - bei gleich bleibenden Fixkosten - tragende Umsatzerlöse verlieren würde. Stattdessen schlagen die Unterzeichner Emmerich, Junge und Dünisch als eine mögliche Alternative vor, weitere stationäre Leistungsangebote auszubauen, um die Klinik für Patientinnen und Patienten und das Personal noch attraktiver zu machen. Von der Altersmedizin in Ebern versprechen sie sich hingegen keinen großen Erfolg. 

 

Haßberg-Kliniken wollen Altersmedizin statt Chirurgie

Das Eberner Krankenhaus steht vor einschneidenden Veränderungen. Nach dem Willen des Kommunalunternehmens Haßberg-Kliniken soll die Stationäre Chirurgie aufgelöst werden; die Innere Abteilung bleibt den Umstrukturierungsplänen zufolge erhalten, eine Abteilung Altersmedizin würde neu entstehen.

 

 

Bis Freitagmittag hatten sich gut 1300 Männer und Frauen der Petition angeschlossen. Ein konkretes Ziel haben sich die Initiatoren nicht gesetzt, "aber wir wollen genug Unterschriften, um richtig Druck aufzubauen", sagte Klaus Dünisch am Freitag zur Redaktion. Für ihn und seine Mitstreiter haben Allgemeinkrankenhäuser einen unschätzbaren Wert für die Bevölkerung. Da wäre es für die Menschen in der Region Ebern fortan eine Katastrophe, sollten sie in Zukunft 30 Minuten oder mehr brauchen, um die nächste Klinik zu erreichen.

 

Hier geht es zur Petition: "Keine Teilschließung der Haßberge Klinik Ebern"

 

 

Aufforderung an das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

 

Offener Brief

Standortsicherung Chirurgie am Krankenhaus Ebern

Ihr Schreiben vom 05.03.2021 / 21-K9000-2021/34A

 

Sehr geehrter Ministerialrat Horst Seifert,

 

anbei übersende ich Ihnen im Auftrag der Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern eine Anfrage über die Absicht des Trägers der Haßberge Kliniken, am akutstationären Standort Ebern, 70 Betten, Kennziffer 67402 des Bayerischen Krankenhausplans, von den vorhandenen Fachabteilungen Innere Medizin und Chirurgie die Chirurgie zum 31.12.2021 zu schließen.

 

Da lt. GKV-kliniksimulator zusätzlich 7.995 Einwohner eine chirurgische Fachabteilung nicht mehr innerhalb von 30 Minuten erreichen würden, betrachten wir die akutstationäre Versorgung der Region Ebern als gefährdet.

 

 

Näheres entnehmen Sie dem kompletten Schreiben:

 

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Offener Brief
An:
Ministerialrat Horst Seifert, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Verteiler:
Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek
Ministerialdirektor Karl Michael Scheufele, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

Offener Brief
Standortsicherung Chirurgie am Krankenhaus Ebern
An den StMGP Ministerialrat Horst Seifer
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Bayerisches Gesundheitsministerium zur Teilschließung des Krankenhauses Ebern eingeschaltet

 

Pressemitteilung 

Schreiben an bayerisches Gesundheitsministerium zur geplanten Schließung der Chirurgie im Krankenhaus Ebern

 

Verehrte UnterstützerInnen,

 

Mit einer dringender Anfrage hat sich die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern an das bayerische Gesundheitsministerium gewandt. Es geht um die bekannte Absicht des Trägers der Haßberge Kliniken, am akutstationären Standort Ebern, von den vorhandenen Fachabteilungen Innere Medizin und Chirurgie die Chirurgie zum 31.12.2021 zu schließen. 

 

Die Presse hat diese Anfrage aufgegriffen.

 

Damit mit jetzt das bayerische Gesundheitsministerium Farbe bekennen, wie es zu einer drohenden unzureichenden klinischen Versorgung steht.

 

Kreisklinik Wolfratshausen

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Herrn Landrat Josef Niedermaier
Offener Brief
Zukunft der Kreisklinik Wolfratshausen
2021_05_11_Zukunft der Kreisklinik Wolfr
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Helfenstein-Klinik Geislingen

Für den Erhalt der Helfenstein Klinik

Die Aktiongruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern" wünscht dem Aktionsbündnis | ERHALT DER HELFENSTEINKLINIK  viel Glück im Kampf um den Erhalt der Helfensteinklinik in Geislingen.

 

https://geislingen.net/krankenhaus

 

Lesen Sie das Schreiben des Bündnis Klinikrettung an den Landrat von Göppingen Edgar Wolff und die Kreisräte:

 

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Herrm Landrat Edgar Wolf
Stellungnahme zur drohenden Schließung der Helfensteinklinik in Geisling
2021-05-06_Brief_Landrat_Goeppingen_Edga
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