Homepage der Aktionsgruppe

Schluss mit Kliniksterben in Bayern!

Das Kliniksterben in Bayern - die Zahlen sprechen für sich!

Den vollständigen Statistikbericht 2020 erhalten Sie beim Bayerischen Landesamt für Statistik:

https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/veroffentlichungen/statistische_berichte/a4200c_202000.pdf

 

Das erste geschlossene Krankenhaus in Deutschland kommt aus Bayern!

 

Berlin, den 22. Februar 2022: AktivistInnen vom Bündnis Klinikrettung aus Berlin, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen übergaben heute 15.760 Unterschriften für die Petition „Bundesweite Krankenhausschließungen jetzt stoppen!“.

Der Parlamentarische Staatssekretär Prof. Edgar Franke (MdB) nahm sie stellvertretend für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in Empfang. Ein Chor besang die Misere des bundesweiten Krankenhauskahlschlags. Die AktivistInnen berichteten dem Staatssekretär zudem von der vielerorts dramatischen Lage der stationären Versorgung in Deutschland Gesundheitsversorgung.

 

Mehr unter: https://www.gemeingut.org/aktive-uebergebend-singend-unterschriften-an-lauterbach-gegen-klinikschliessungen/

 

ZDF-Interview mit Bündnis Klinikrettung

 

Zum Interview

 

 

Kein Krankenhaus darf mehr schließen, fordert Klaus Emmerich vom „Bündnis Klinikrettung“. Die medizinische Versorgung in Deutschland sei gefährdet. In einer Petition mit 17.000 Unterschriften appelliert das Bündnis an Gesundheitsminister Lauterbach.

 

Ein Krankenhaus für die medizinische Erstversorgung im Notfall sollte für jeden Bürger und jede Bürgerin in Deutschland innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit erreichbar sein, doch das sei bereits heute nicht mehr überall gegeben, sagt Klaus Emmerich. Seit 1991 sei der Bestand deutscher Kliniken bereits um 21 Prozent geschrumpft. Allein in den Jahren 2020 und 2021 hätten trotz Pandemie 29 Krankenhäuser schließen müssen. „Das geht einfach nicht“, sagt Emmerich, der bis zu seiner Pensionierung vor zwei Jahren Verwaltungs- und Vorstandschef von zwei kleinen regionalen Krankenhäusern in Bayern war.

 

https://www.deutschlandfunkkultur.de/krankenhausschliessungen-initiative-petition-100.html

 

Das gesamte Interview im Download: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2022/02/22/krankenhausschliessungen_stoppen_initiative_uebergibt_drk_20220222_0715_0f3b62cb.mp3

 

 

 

 

Hören Sie die Sendung u.a.  mit Prof. Dr. Gerlach (Sachverständigenrat des Bundesgesundheitsministeriums), Prof. DDr. Augurzky (RMI), Klaus Emmerich (Bündnis Klinikrettung):

 

https://www.deutschlandfunk.de/corona-krankenhaeuser-krise-100.html

 

Im Anschluss kann der Bericht in Textform heruntergeladen werden. Es handelt sich hier um eine Kopie der Homepage-Seite:

 

 

Download
Deutschlandfunk
Klinik-Krise / Wie Deutschlands Krankenhäuser wirtschaftlich überleben können
Deutschlandfunk - Wie Deutschlands Krank
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Lesen Sie dazu mehr: Tag des Patienten

 


Klinikschließung: Prof. Dr. Reinhard Busse, Gesundheitsökonom, TU Berlin

Klinikrettung: Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.

 

 

 

Wissenschaftliche Modellrechnungen versus Realität in den Krankenhäusern

von Katrin Kusche1. September 2021

Pressemitteilung Bündnis Klinikrettung, c/o Gemeingut in BürgerInnenhand

 

Großes Interesse am Streitgespräch zum Thema Klinikschließungen: über 200 TeilnehmerInnen aus Krankenhausgesellschaften, Politik und Medien

 

Berlin, den 1. September 2021: Heute Abend fand das vom Bündnis Klinikrettung organisierte Streitgespräch „Zukunft der Krankenhäuser: Klinikrettung versus Klinikschließung“ statt. Es diskutierten Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der Fakultät Wirtschaft und Management der Technischen Universität Berlin, und Klaus Emmerich, ehemaliger Klinikvorstand zweier kommunaler Krankenhäuser in Bayern. Der Journalist Stephan Hebel moderierte die leidenschaftliche Diskussion. Im Streitgespräch trugen beide Referenten ihre Argumente für und gegen Klinikschließungen vor und konfrontierten dabei wissenschaftliche Modellrechnungen mit der Realität in den Krankenhäusern. Eine Diskussion mit dem Publikum – darunter zahlreiche VertreterInnen aus Landeskrankenhausgesellschaften, Landtagsfraktionen, aus der Kommunalpolitik und aus den Medien – rundete das Streitgespräch ab.

 

Klaus Emmerich zur flächendeckenden stationären Versorgung:

 

„Wir brauchen eine Klinikreform, damit deutsche Krankenhäuser adäquat finanziert werden und Ärzte und Pflegekräfte nicht massenweise die Krankenhäuser verlassen. Maßstab jeder Klinikreform ist eine flächendeckende wohnortnahe klinische Versorgung. Sie muss jeder Bürgerin und jedem Bürger innerhalb von 30 Minuten mit Mindeststandards zur Verfügung stehen. Kommunale Krankenhäuser mit einem breiten Versorgungsangebot werden dieser Anforderung am besten gerecht.“

 

Neben dem Hauptfokus auf Klinikschließungen wurden auch Fragen der Privatisierung und Gewinnmaximierung im Krankenhausbereich diskutiert. Dazu Laura Valentukeviciute, Sprecherin Bündnis Klinikrettung:

 

„Das große Interesse an dem Streitgespräch zeigt, dass solche Diskussionen, wie wir sie heute geführt haben, bitter nötig sind! Klinikschließungen sind die Spitze des Eisbergs, darunter verbergen sich die falschen politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte: Privatisierungen im Krankenhaussektor, die Einführung von Fallpauschalen und die Möglichkeit, Gewinne mit unserer Gesundheit zu machen. Die Lösung heißt: eine bessere Ausfinanzierung der Krankenhäuser und ein Gesundheitssystem in öffentlicher Hand. Mit diesen Forderungen werden wir uns an die neue Bundesregierung wenden.“

 

Das heutige Streitgespräch wurde aufgenommen und ist demnächst in der Mediathek von Gemeingut in BürgerInnenhand e.V. zu sehen: https://www.gemeingut.org/infothek/audiovideo/

 

Eingangsrede Klaus Emmerich

 

Für Rückfragen:

Klaus Emmerich

Laura Valentukeviciute

 

Pressemitteilung 

700 Krankenhäuser weniger – Angriff des Gemeinsamen Bundesausschusses auf die flächendeckende klinische Versorgung in ländlichen Regionen 

Pressemitteilung 

700 Krankenhäuser weniger – Angriff des Gemeinsamen Bundesausschusses auf die flächendeckende klinische Versorgung in ländlichen Regionen

(08.07.2021) 

 

 

Mit Besorgnis nimmt die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ die Forderung des Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses Josef Hecken, zur Kenntnis, bundesweit 700 Kliniken zu schließen, ergänzt um den Verzicht der Planungshoheit der Bundesländer über ihre Krankenhäuser. *1) Das Bündnis Klinikrettung hat diese Forderung in einer Pressemitteilung scharf zurückgewiesen: „Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) ist ausführendes Organ des Bundesgesund­heitsministeriums und muss unparteiisch bleiben. 700 Schließungen würden aber an 700 Orten zu einer stationären Unterversorgung führen. Ländliche Regionen würden von der wohnortnahen klinischen Versorgung ausgeschlossen, den Nutzen hätten dabei nur private Klinik-Großkonzernen, die ihr Leistungsangebot nach entsprechenden Gewinnaussichten ausrichten.“ *2)

 

Auffällig ist, dass sich die geforderten 700 Klinikschließungen exakt mit dem Umfang derjenigen Krankenhäuser deckt, die der Gemeinsame Bundesausschuss im Jahr 2018 gegen die Stimmen der Deutschen Krankenhausgesellschaft durch definierte Mindestanforderungen von der Notfallversorgung ausschloss. Das erklärte Ziel des Gemeinsamen Bundesausschusses ist offenbar  eine Krankenhauslandschaft mit 1.200 statt 1.900 Krankenhäusern,“ schließt Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R. *3) „Experten rechnen in Bayern mit ca. 140 Krankenhäusern ohne Notfallversorgung, die ggf. betroffen wären. Das sollte alle Akteure im Freistaat Bayern aufhorchen lassen: Das Bayerische Gesundheitsministerium, die Bayerische Krankenhausgesellschaft und alle bayerischen Klinikträger.“ *4)

 

Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ gibt zu bedenken:

 

Als Ergebnis des Krankenhausgipfels 2021 der deutschen Krankenhausgesellschaft zeichnet sich ein Kurswechsel der deutschen Krankenhauslandschaft mit einer eventuell verbesserten Krankenhausfinanzierung ab. Als Opfer werden jedoch vermehrt weniger Klinikstandorte gefordert. *5) In einem Flächenland wie Bayern hätte eine Reduzierung der Krankenhäuser um beispielsweise 140 Standorte (keine Notfall-versorgung) unabsehbare Konsequenzen und würde die flächendeckende klinische Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen grundsätzlich in Frage stellen. Als Bestandteil der Daseinsvorsorge fordern wir in jeder Region eine 30-Minutenerreichbarkeit für Krankenhäuser mit folgender Mindestausstattung: Fachabteilungen bzw. Funktionseinheiten: Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie/ Geburtshilfe, Intensivstation und Notfallversorgung, Notfallstufe 1. Ist dies nicht gewährleistet, bedarf es einer Aufrüstung des betreffenden Klinikstandortes, nicht einer Schließung.

 

Sollte der Gemeinsame Bundesausschuss vom Bundesgesundheitsministerium den Auftrag erhalten den Betrieb eines Krankenhauses klar an Mindeststrukturen zu koppeln, könnte dies bedeuten:

 

    1. Jedes Krankenhaus, das aktuell sein Leistungsspektrum verringert und die Schwelle der Notfallversorgung Notfallstufe 1 unterschreitet, wäre akut gefährdet.

    2. Jedes Krankenhaus, das aktuell die Notfallversorgung Notfallstufe 1 knapp verfehlt, wäre gut beraten, jetzt die Voraussetzungen für die Notfallstufe 1 - falls möglich - zu schaffen.

 

Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Landesgesundheitsminister Klaus Holetschek auf, sich in der jetzt abzeichnenden Zukunftsdebatte über deutsche Krankenhausstrukturen klar von den geforderten 700 Klinikschließungen zu distanzieren und die Finanzierung der verbliebenen Krankenhäuser sicherzustellen.

 

*1) Ärztezeitung, 2021, Krankenhausversorgung: GBA-Chef Hecken: 700 Kliniken könnten schließen!, Berlin,https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/GBA-Chef-Hecken-700-Kliniken-koennten-schliessen-421048.html   

*2) Bündnis Klinikrettung, 2021, Schließung von 700 Krankenhäusern gefordert – angeblich wegen Corona, Berlin, https://www.gemeingut.org/schliessung-von-700-krankenhaeusern-gefordert-angeblich-wegen-corona/

*3) Kommentar zur Krankenhausfinanzierung - Klinikfinanzen auf der Kippe, Berlin, https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Eine-lange-Geschichte-421132.html

4) GKV-Spitzenverband 2021, Prognose der Notfallstufen nach § 136c Absatz 4 SGB V, Stand 12.05.2021, Berlin, https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/krankenhaeuser/KH_Corona_Final_Prognose_Notfallstufen_Stand_12-05-2021_barrierefrei.pdf

*5) Deutsche Krankenhausgesellschaft 2021, DKG zum Krankenhausgipfel 2021

 

Krankenhäuser fordern Kurswechsel nach der Bundestagswahl, Berlin,  https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/krankenhaeuser-fordern-kurswechsel-nach-der-bundestagswahl/

 

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Pressemitteilung Aktionsbündnis "Schluss mit Kliniksterben in Bayern"
700 Krankenhäuser weniger – Angriff des Gemeinsamen Bundesausschusses auf die flächendeckende klinische Versorgung in ländlichen Regionen
Pressemitteilung 700 Krankenhäuser wenig
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Protestaktion am Vortag der 94. Gesundheitsministerkonferenz unter Vorsitz der bayerischen Staatsregierung:

 

Dienstag, 15.06.2021, 15:00 Uhr - Nürnberg

 

 

Corona-bedingt erfolgt keine Aufforderung zur Teilnahme - ausschließlich die Presse ist eingeladen.

 

Veranstalter:

 



Kliniksterben in Bayern und Corona:

Ein Widerspruch?

 

Leider nein!

 

1991: 424 Krankenhäuser

2019: 347 Krankenhäuser

Differenz: -77 Krankenhäuser

 

Lesen Sie auf dieser Homepage mehr!



 

Quelle: Die nachfolgenden komprimierten Daten sind dem Bericht des Bayerischen Landesamtes für Statistik "Krankenhausstatistik 2019: Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis" entnommen.

 

 

Rehakliniken: - 60

 

 

Mittwoch, 17.02.2021, 21:45 Uhr

ARD-Plusminus

Kliniksterben in der Pandemie

 

Die Aktionsgruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern" und das Bündnis Klinikrettung haben sich an Informationen und Interviews beteiligt!

 

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Kommentar zur Sendung ARD-Plusminus
Kliniksterben in der Pandemie
ARD Plusminus Krankenhäuser in der Pande
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Lesen Sie im Download mehr in der Hersbrucker Zeitung, Ausgabe 10.02.2021

 

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Interview Hersbrucker Zeitung 10.02.2021
Wir stehen an einem Scheidepunkt!
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Leserbrief der Fränkischen Rundschau (Infranken), 16.02.2021

 

 

Bertelsmann Robert Bosch und Barmer wollen eine andere Kliniklandschaft durch Schließung der Grund- und Regelversorgung und Umwandlung in Integrierte Versorgungszentren.

 

Zusammenfassung

 

- Namhafte Institute und Gesundheitsökonomen verwenden unsichere und nicht valide Daten.

- Sie haben 2019 bereits erfolgreich den Ausschluss vieler Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung aus der gestuften Notfallversorgung erreicht.

- Sie fordern 2020 erfolgreich den Ausschluss der Grund- und Regelversorgung aus dem Krankenhausrettungsschirm 2.

- Sie fordern in einem weiteren Schritt die die Schließung der Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung und Umwandlung in Integrierte Versorgungszentren.

- Sie sitzen in wichtigen Beratungsgremien von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. *5)

- Sie gefährden die Gesundheit der Bevölkerung durch ökonomisch motivierte - nicht valide -  statistische Auswertungen, die sie (statt Ärzte) medizinisch auslegen.

 

Der Faktencheck

 

A) Behandlungsumfang

 

Wissenschaftliches Institut der AOK (WidO), AOK-Bundesverband, Prof. Dr. Reinhard Busse u.a. behauptenfalsch auf Basis von 17.094 untersuchten COVID-19-Fällen:

 

"Es werden 51% der beatmeten Fälle und 43 % der Fälle ohne Beatmung in Krankenhäusern mit mehr als 500 Betten behandelt."

 

Richtig ist laut einer Volluntersuchung von 457.911 Corona-Behandlungen:

 

Es werden  42% der  Intensivfälle und 35% der Fälle ohne Intensivbehandlung in Krankenhäusern mit mehr als 500 Betten behandelt!

 

B) Behandlungserfahrung

 

Wissenschaftliches Institut der AOK (WidO), AOK-Bundesverband, Prof. Dr. Reinhard Busse u.a. behaupten falsch auf Basis von 17.094 untersuchten COVID-19-Fällen:

 

„Krankenhäuser haben eine unterschiedliche Vorerfahrung bzw. Ausstattung im Umgang mit beatmeten und hochinfektiösen Patienten. … So weisen Krankenhäuser mit mehr Betten in der Regel mehr Fachabteilungen, eine bessere Ausstattung mit technischen Geräten sowie mehr spezialisiertes Fachpersonal auf.“

 

Richtig ist laut einer Volluntersuchung von MEDIQON mit 457.911 Corona-Behandlungen.

 

Eine Auswertung, welchen Anteil die Covid-PatientInnen an den PatientInnen des Krankenhauses hatte, stellt bei kleinen Krankenhäuser einen größeren Anteil der Covid-PatientInnen aus.

 

Auch haben die Ärzte kleinerer Krankenhäuser eine höhere Behandlungsdichte der Codiv-Patientinnen je Arzt und damit eine höhere Erfahrung in der Behandlung der Covid-PatientInnen in Deutschland! Mehr als 3 Covid-PatientInnen je Klinikarzt weisen lediglich Krankenhäuser mit 99 bis 399 Betten aus. Kliniken ab 400 Betten weisen eine Patientendichte zwischen 1,0 und 2,9 je Arzt aus.

 

Nachfolgend kann die Untersuchung im Download herunter geladen werden.

 

 

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Faktenchek zur Covid-Behandlung 2020 in Deutschland
Aussagen von Barmer, Robert-Bosch und Bertelsmann mit ihren Autoren auf dem Prüfstand
Faktencheck Corona-Behandlungen in Deuts
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Forderungskatalog

Himmelkron, 12.01.2021

 

 

Standortsicherung aller bayerischen Krankenhäuser

 

 

Die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ fordert den Erhalt aller Klinikstandorte in Bayern.

 

Bayern ist als Flächenstaat besonders vom Kliniksterben betroffen. Viele ländliche Krankenhäuser stellen die wohnortnahe Grund- und Regelversorgung mit vergleichsweise geringer Bettengröße sicher. Die Vergütung der Krankenhäuser mit einheitlichen Preisen für gleiche Behandlungen (DRG-Fallpauschalen) führt dazu, dass kleine ländliche Krankenhäuser ihre Fixkosten nicht decken können und Defizite schreiben.  54 % der bayerischen Krankenhäuser melden 2018 ein Defizit. Vielfach droht die Insolvenz bayerischer Krankenhäuser*. 1) 

 

Die Investitionskosten der Krankenhäuser sind vom jeweiligen Bundesland zu tragen. Da der Freistaat diese Kosten nicht vollumfänglich übernimmt, müssen die Kliniken diese Kosten von den Einnahmen für die Patientenversorgung abzweigen.

 

In der Corona-Pandemie kommen die Krankenhäuser an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Trotzdem wird unbeirrt an Krankenhausschließungen festgehalten. Das Krankenhaussterben wird sogar weiter finanziell gefördert. Allein im Jahr 2020 waren Parsberg, Waldsassen, Vohenstrauß und Fürth davon betroffen. Vielen weiteren Krankenhäusern droht die Insolvenz!

 

Dieser Skandal wird von der Öffentlichkeit noch nicht im gebührenden Maße zur Kenntnis genommen!

 

Dies will die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern nicht länger hinnehmen! Kliniksterben in der Corona-Pandemie gefährdet die Gesundheit der Bevölkerung. Krankenhäuser zu schließen steht in eklatantem Widerspruch zu den berechtigten Aufforderungen an die Bürger, sich an weitere Einschränkungen im persönlichen Leben zu halten.

 

Forderungen an die Bayerische Staatsregierung

 

1. Die Bayerische Staatsregierung erfüllt ihre Zusage im Koalitionsvertrag, mit gezielten Strukturprogrammen in ländlichen Räumen eine wohnortnahe Krankenhausversorgung sicherzustellen, kleinere Standorte zu erhalten und weiterzuentwickeln. *2) Die Defizite der Krankenhäuser sind vom Freistaat zu finanzieren. Für ausreichende Personalausstattungen

in den Krankenhäusern ist Sorge zu tragen.

2. Der Freistaat Bayern wird aufgefordert, sich bei der Bundesregierung für die Umstellung der Abrechnung über

DRG-Fallpauschalen auf ein kostendeckendes Vergütungssystem einzusetzen.

3. Der Freistaat Bayern hat alle notwendigen stationären Investitionen der bayerischen Krankenhäuser vollumfänglich zu finanzieren.

 

Bundesweit schließt sich die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ dem Forderungskatalog des „Bündnis Klinikrettung“ an: www.klinikrettung.de

 

Weitere Informationen zur Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern sind auf einer gesonderten Homepage zu finden: www.schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com

 

 

Dr. Rainer Hoffmann Klaus Emmerich         Angelika Pflaum Horst Vogel

Chefarzt i.R.         Klinikvorstand i.R. Bürgerinitiative zum Erhalt des Hersbrucker Krankenhauses

 

 

Helmut Dendl

Bundesverband Gemeinnützige Selbsthilfe Schlafapnoe  Deutschland e.V. GDS

Himmelkron, 12.01.2021

 

verantwortlich:

Klaus Emmerich

Klinikvorstand i.R.

Egerländerweg 1

95502 Himmelkron

0177/1915415

 

www.schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com

klaus_emmerich@gmx.de

 

 

*1) Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG), München, Pressemitteilung vom 21.02.2020, Deutlicher Anstieg defizitärer Krankenhäuser im Freistaat

*2) Für ein bürgernahes Bayern, Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode 2018 – 2023, CSU, Frei Wähler, S. 23

 

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Forderungskatalog der Aktionsgruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern"
Standortsicherung aller bayerischen Krankenhäuser
Forderungskatalog Aktionsgruppe Stopp de
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Der Aktionsgruppe Stopp mit Kliniksterben in Bayern gehören an:

 

1) Einzelpersonen

 

Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R. www.kliniksterben.jimdofree.com

Dr. Rainer Hoffmann, Gastroenterologe, Internist, Gastroenterologe, Chefarzt i.R.

Angelika Pflaum, Bürgerinitiative zum Erhalt des Hersbrucker Krankenhauses

Horst Vogel, Bürgerinitiative zum Erhalt des Hersbrucker Krankenhauses

 

2) Institutionen

 

Bündnis Klinikrettung

www.klinikrettung.de

 

 

 

KAB Regensburg e. V. 

www.kab-regensburg.de

 

 

 

 

 

Bundesverband Gemeinnützige Selbsthilfe Schlafapnoe Deutschland e.V.

www.gsdschlafapnoe.de

 

 



Pressemitteilung zur Gründung der Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern

 

Pressemitteilung

Himmelkron, 07.01.2021

 

 

Standortsicherung aller bayerischen Krankenhäuser

 

 

am 05.01 hat sich die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern gegründet. Ziel der Aktionsgruppe ist der Erhalt aller Klinikstandorte in Bayern.

 

„Trotz der Corona-Pandemie und trotz begrenzter klinischer Behandlungsressourcen findet im Freistaat Bayern ein verstärktes Kliniksterben statt. Allein im Jahr 2020 waren Parsberg, Waldsassen, Vohenstrauß und Fürth davon betroffen. Vielen weiteren Krankenhäusern droht die Insolvenz!“ erläutert Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R. 

 

„Dies wollen wir nicht länger hinnehmen!“ ergänzt Rainer Hoffmann, Gastroenterologe und Chefarzt  i.R. „Kliniksterben in der Corona-Pandemie gefährdet die Gesundheit der Bevölkerung. Krankenhäuser zu schließen steht in eklatantem Widerspruch zu den berechtigten Aufforderungen an die Bürger, sich an weitere Einschränkungen im persönlichen Leben zu halten.“

 

Angelika Pflaum,  Bürgerinitiative zum Erhalt des Hersbrucker Krankenhauses erläutert dazu die Kernforderung der Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern: „Die Aktionsgruppe braucht jetzt das Bekenntnis des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zum Fortbestand aller bayerischen Krankenhäuser“. 

 

Helmut Dendl, Vorsitzender vom Bundesverband Gemeinnützige  Selbsthilfe Schlafapnoe Deutschland e.V. GDS verweist darauf, dass die Standortsicherung einschließt, von Insolvenz bedrohte Kliniken ggf. finanziell zu unterstützen.   „Das Beispiel des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass Krankenhäuser durch gezielte Sicherstellungsmaßnahmen vor der Schließung bewahrt werden können. Hier wollte der Privatbetreiber die Klinik Crivitz schließen. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim übernimmt jetzt die Klinik. Das Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich mit einer einmaligen Finanzspritze von sechs Millionen Euro.“

 

Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ hat bereits Ministerpräsident Dr. Markus Söder zur sofortigen Aussetzung jeglichen Kliniksterbens in Bayern aufgefordert. Die Fraktionsvorsitzenden des Bayerischen Landtags (außer AfD) wurden parallel aufgefordert, die Zustimmung zu verschärften Ausgangsbeschränkungen im Bayerischen Landtag von einer Aussetzung jeglichen Kliniksterbens in Bayern abhängig zu machen. Der neue bayerische Gesundheitsminister Herr Holetschek wurde ebenfalls in dieser Angelegenheit kontaktiert. 

 

Die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern bittet Interessenverbände und Verantwortliche des öffentlichen Lebens, sich der Aktionsgruppe anzuschließen. Sie fordert alle Bürger auf,sich durch Unterzeichnung einer bundesweiten online-Petition STOPPT DEN EINFLUSS DER GESUNDHEITSBERATER AUF KRANKENHAUSREFORMEN für den Erhalt bundesdeutscher und bayerischer Krankenhäuser einzusetzen: www.openpetition.de/petition/online/stoppt-den-einfluss-der-gesundheitsberater-auf-krankenhausreformen

 

Weitere Informationen zur Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern sind auf einer gesonderten Homepage zu finden: www.schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com

 

verantwortlich:

Klaus Emmerich

Klinikvorstand i.R.

Egerländerweg 1

95502 Himmelkron

0177/1915415

 

www.schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com

klaus_emmerich@gmx.de

(im Auftrag der Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern)

 

 

Himmelkron, 07.01.2021

 

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Pressemitteilung - Standortsicherung aller bayerischen Krankenhäuser
Gründung der Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern
Pressemitteilung Aktionsgruppe Stopp dem
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Zusammenfassung erster Aktivitäten

 

- 2 Schreiben an den bayerischen Ministerpräsident Dr. Markus Söder

- 1 Schreiben an den stellv. bayerischen Ministerpräsident Huber Aiwanger

- 2 Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden des Bayerischen Landtags

- 2 Schreiben an den Bayerischen Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek

- Openpetition STOPPT DEN EINFLUSS DER GESUNDHEITSBERATER AUF KRANKENHAUSREFORMEN

- Leserbriefe

- eigene Homepage

- Diskussionsmöglichkeit auf Facebook

- Vernetzung, z.B. Bündnispartner im Bündnis Klinikrettung

- Radio-Interviews

- Zeitungsberichte

- Buchprojekte

- Aufklärung

 

Wir sind Mitglied im:

 

zur Homepage Bündnis Klinikrettung


 

Corona-Solidarität ist keine Einbahnstraße!

 

Corona hat uns fest im Griff. Unsere Gesundheit, ja unser Leben ist in Gefahr. Szenarien wie im Frühjahr in Italien, wo die Behandlungskapazitäten der Krankenhäuser nicht mehr ausreichten, dürfen in Deutschland nicht passieren! In dramatischen Appellen fordern Ministerpräsident Markus Söder und Bundeskanzlerin Angela Merkel deshalb berechtigt die Solidarität der Bevölkerung mit strikter Einhaltung der Corona-Auflagen. Mit Recht kritisieren die Regierenden diejenigen Bürger, die sich den Lockdown-Regularien widersetzen. Der Tenor: 

 

Jeder Bürger habe die Verantwortung für sich und für das Leben Anderer!

 

Die vielfach zitierte Befürchtung geht um, dass im Falle eines weiteren Anstiegs der Corona-Infektionen auch in Deutschland die Kapazitäten der Krankenhäuser nicht mehr ausreichen könnten. Dies betonen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dies betonen auch sein Gesundheitsexperte und Mediziner Karl Lauterbach. Die Argumentationskette des Lockdown scheint schlüssig: Jeder Bundesbürger schränkt sein Leben massiv ein, trägt zur Senkung der Corona-Infektionsrate bei und schont so die Behandlungskapazitäten in Krankenhäusern, die schlimmstenfalls nicht ausreichen könnten. Alle KlinikmitarbeiterInnen, die bereits beim ersten Lockdown im März und April bis an ihre physischen Grenzen und unter hohen Ansteckungsgefahren PatientInnen behandelt haben, werden auch jetzt wieder gebraucht: die „Helden der Nation“.

 

An aller erster Stelle aber brauchen wir jedes Krankenhaus in Deutschland.

 

Und deshalb stehen die Bundesbürger auch zu den Entscheidungen der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten. 72 Prozent der Bürger halten die Corona-Schutzmaßnahmen laut ARD-DeutschlandTrend vom 12. November 2020 für angemessen oder sogar für nicht weit genug. Das ist Solidarität auf Spitzenniveau. Jeder Politiker sollte darüber froh sein.

 

Doch Solidarität ist keine Einbahnstraße!

 

Die Menschen in Deutschland haben umgekehrt einen Anspruch auf Solidarität der Bundesregierung und der Länderregierung mit ihren Bürgern. Und diese Solidarität – das ist die bestürzende Feststellung - lassen Bundesregierung und Bundesländer vermissen.

 

Trotz und mitten in Corona schließen nämlich Krankenhäuser mit der Folge, dass die ohnehin begrenzten Behandlungskapazitäten immer knapper werden.

 

Wie wollen uns Angela Merkel, Markus Söder und Jens Spahn diesen Widerspruch erklären? Wie wollen sie begründen, dass seit Jahrzehnten Krankenhäuser aus rein ökonomischen Gründen insolvent gehen und schließen müssen? Wie möchte Ministerpräsident Markus Söder begründen, weshalb noch nach Ausbruch der Corona-Pandemie bayerische Krankenhäuser in Waldsassen, Vohenstrauß und Fürth dicht gemacht haben? Klinische Gesundheitsvorsorge ist ein elementares Grundbedürfnis des Menschen. Es darf keinen ökonomischen Sachzwängen geopfert werden. Wir brauchen jetzt eine Sicherung aller deutschen und bayerischen Krankenhäuser. Diese Zusage sind uns Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder schuldig. Das hat die Bevölkerung verdient, die mit Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen ihren Beitrag täglich leistet. Das haben die vielen wertvollen MitarbeiterInnen in den Krankenhäusern verdient, die täglich mit größtem physischen und psychischen Einsatz diese schreckliche Pandemie bekämpfen. Meine Aufforderung: Schluss mit Kliniksterben in Bayern und in Deutschland!

 

Quelle: Donaukurier, 30.12.2021: https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Diskussion-um-Kliniken-Zusammenarbeit-als-Zukunftsfrage;art599,4839191

 

Die Ilmtalklinik GmbH mit ihren Krankenhäusern in Pfaffenhofen und Mainburg durchlebt ein unruhiges Jahr. Zu den finanziellen Engpässen aufgrund der sich ändernden Klinikfinanzierung gesellen sich negative Auswirkungen durch die Pandemie. Dadurch erreicht das Jahresdefizit ein Minus von zehn Millionen Euro.  ... Für viel Wirbel sorgen die Veränderungen im Kreis Kelheim, weil dem Mainburger Krankenhaus der Verlust des Herzkatheters droht.